Der 22. RealTalk in Graz

Was für ein unglaublicher Abend bei unserem 22. RealTalk in Graz! Wir hatten nicht nur eine Menge Spaß, sondern haben uns auch von inspirierenden Menschen begeistern lassen. Es war großartig zu sehen, wie engagiert alle dabei waren und die Gelegenheit genutzt haben, sich mit den Speakern und untereinander auszutauschen. Die Begeisterung der Menschen im Publikum haben das Event zu etwas ganz Besonderem gemacht. Danke dafür! Wir können es kaum erwarten, euch alle im November beim nächsten RealTalk in Graz wiederzusehen! 

RealTaker #1 – Paul Stanzenberger

Beim 22. RealTalk hatten wir die Ehre, Paul Stanzenberger, den Gründer von teamazing, als Speaker bei uns begrüßen zu dürfen. In seinem Vortrag teilte er wertvolle Einblicke und Learnings, die wir in diesem Blogartikel zusammenfassen möchten.

Die Bedeutung von Team und Gruppendynamik

Paul betonte, dass der Erfolg eines Unternehmens maßgeblich von der Stärke des Teams abhängt. Ein gut funktionierendes Team zeichnet sich durch eine positive Gruppendynamik aus, die durch diverse Teambuilding-Events und verschiedene Spiele gefördert werden kann.

Herausforderungen durch die Corona-Krise

Die Corona-Krise stellte viele Unternehmen vor immense Herausforderungen. Paul sprach offen über die Verzweiflung und Unsicherheit, die auch teamazing zu Beginn der Krise erlebte. Fragen wie „Wie geht es weiter?“ und „Wie decken wir die Kosten?“ waren allgegenwärtig. Doch aus der Not entstand Innovation: Online-Teambuilding und virtuelle Weihnachtsfeiern wurden entwickelt. Die Digitalisierung erwies sich als Vorteil, da Events nun weltweit möglich waren.

Zutaten für ein Team, das nicht aufgibt

Paul nannte fünf zentrale Elemente, die ein Team stark und widerstandsfähig machen:

  1. Vertrauen: Dies ist die Basis jeder erfolgreichen Zusammenarbeit. Es erfordert Mut, Fehler offen zuzugeben und Stärken sowie Schwächen ehrlich anzusprechen. Besonders in Zeiten großer Veränderungen ist Vertrauen entscheidend.
  2. Konfliktbereitschaft: Durch konstruktive Konflikte entstehen oft die besten Entscheidungen. Es ist wichtig, dass Teammitglieder bereit sind, ihre Meinungen zu äußern und in Diskussionen zu gehen.
  3. Commitment: Gemeinsame Entscheidungen führen zu einem starken Zusammenhalt. Alle müssen wissen, wie „gespielt“ wird und sich dafür engagieren.
  4. Gegenseitige Verantwortungsübernahme: Ein starkes Team zeichnet sich dadurch aus, dass es gemeinsam Fehler ausbügelt und sich gegenseitig unterstützt.
  5. Ziele und Resultate: Ein klares Ziel vor Augen zu haben, motiviert das Team. Bei teamazing lautet das Motto: “Wir begeistern Teams”.

10 Jahre Teambuilding auf einer Plattform

Paul und sein Team haben über die Jahre eine Plattform für Teambuilding kreiert, die sich bewährt hat. Dabei zeigte sich, dass die Rolle der Autorität im Team je nach Situation variieren kann. Manchmal sind klare Anweisungen und Entscheidungen durch Führungskräfte notwendig, während in anderen Situationen das gesamte Team einbezogen werden sollte.

Balance und intrinsische Motivation

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Balance und die intrinsische Motivation. Alle Teammitglieder sollten für die Vision des Unternehmens brennen. Paul hob hervor, dass in einem großen Markt Schnelligkeit und die Bereitschaft, Fehler zu machen und daraus zu lernen, entscheidend sind.

Spiele und Spaß bei Events

Teamazing setzt auf Spiele und Spaß bei Events, um Teams zu motivieren. Paul betonte die Bedeutung des bewussten Scheiterns und der anschließenden Reflexion. Durch diese Erfahrungen lernen Teams, sich weiterzuentwickeln und neue Wege zu gehen.

Überzeugung und Mitziehen

Zum Abschluss seines Vortrags unterstrich Paul die Wichtigkeit der Überzeugung. Führungskräfte müssen ihre Teammitglieder mitziehen und für die gemeinsame Vision begeistern. Nur so kann ein Team wirklich erfolgreich sein.


RealTalkerin #2 – Anna-Theresa Lallitsch

Anna-Theresa Lallitsch, Österreichs erste Fußballkommentatorin, hat uns auf der RealTalk-Bühne Einblicke in ihren Werdegang gegeben. Ihre Reise und ihre Einsichten sind nicht nur für die Welt des Fußballs inspirierend, sondern bieten auch wertvolle Lektionen für das Leben. Hier sind einige der wichtigsten Learnings, die Anna-Theresa mit uns geteilt hat:

Fußball: Eine verbindende Kraft

Anna-Theresa betonte, dass Fußball eine gemeinsame Sache ist, die alle Menschen zusammenbringt. Egal aus welchem Hintergrund man kommt, auf dem Spielfeld sind alle gleich. Diese Einheit und Zusammengehörigkeit sind essenziell für den Sport und das Leben.

Eigene Wege gehen und Verantwortung übernehmen

Anna-Theresa teilte eine persönliche Anekdote aus ihrem Jus-Studium: Während alle um sie herum sagten, sie solle das Studium abschließen, riet ihre Mutter ihr, aufzuhören, wenn es nicht das Richtige für sie sei. Diese Erfahrung lehrte sie, ihren eigenen Weg zu gehen und sich nicht durch die Erwartungen anderer definieren zu lassen. „Ich bin Anna, nicht die Tochter von irgendjemandem. Ich will meinen Weg gehen.“

Selbstvertrauen und Entscheidungsstärke

Eine zentrale Botschaft von Anna-Theresa war die Wichtigkeit, eigene Entscheidungen zu treffen und Verantwortung für diese zu übernehmen. Sie übernimmt Verantwortung für ihre Fehler, aber nicht für die Missgunst anderer. Es geht darum, nicht auf das zu schauen, was andere machen, sondern wie sie es machen und daraus zu lernen.

Deine Geschichte gehört dir

Anna-Theresa erinnerte uns daran, dass unsere Geschichte nur von uns selbst geprägt wird. Man selbst hat die Kontrolle über sein Leben und trifft Entscheidungen, die niemand anders für einen treffen kann.

„Wie viel mehr kann Stille sagen?“, fragte Anna-Theresa. Sie betonte, dass manchmal die stärksten Aussagen in der Stille liegen und dass es wichtig ist, auf diese leisen Momente zu hören.

Eine ihrer eindrucksvollsten Aussagen war, dass man die erste Entscheidung treffen sollte, wenn man im ersten Moment denkt, dass es die richtige ist. Sie teilte ihre Erfahrung, als sie die Zusage für die Olympia-Kommentierung bekam und sofort wusste, dass sie diese Chance ergreifen musste.

Vertrauen und innere Stärke

Anna-Theresa riet, dem eigenen Weg zu vertrauen. „Das Gute bleibt und was kommen muss, passiert. Bleib bei dir!“ Es ist wichtig, demjenigen zu zeigen, der einen brechen will, dass er es nicht kann. Nur weil jemand dein Talent nicht sieht, heißt es nicht, dass es nicht da ist.

Sie betonte, dass man die Entscheidungen treffen soll, bei denen man sich sicher fühlt, auch wenn man die erste Person ist, die diese Entscheidung trifft. „Entweder es geht so oder es geht ohne mich“, sagte sie und machte klar, dass sie niemals ihren Prinzipien untreu wird, nur um sich anzupassen.

Anna-Theresa Lallitsch hat uns gezeigt, dass es im Leben und im Fußball darauf ankommt, seinen eigenen Weg zu gehen, Entscheidungen mutig zu treffen und sich nicht von der Meinung anderer leiten zu lassen. Ihre inspirierenden Worte ermutigen uns, mit Selbstvertrauen und Integrität unseren eigenen Weg zu finden und zu gehen.


RealTalker #3 – Gernot Haas

Als letzten Speaker des Abends durften wir Gernot Haas, den Kabarettisten und Schauspieler, als Speaker bei uns begrüßen. Seine Einblicke und Erfahrungen haben uns inspiriert, zum Lachen gebracht und tief berührt.

Man selbst sein

Gernot betonte die Bedeutung, authentisch zu sein und stets aus der eigenen Mitte heraus zu handeln. Er erklärte, wie wichtig es ist, sich selbst zu spüren und in jeder Situation in die eigene Energie zurückzufinden. Indem man die Energie anderer wahrnimmt und sich in deren Lage versetzt, lernt man Menschen besser kennen und versteht, wie sie sich in einem bestimmten Moment fühlen.

Wie findet man seine Mitte?

Gernot teilte persönliche Erfahrungen aus seinen frühen Zwanzigern, als er unter Hypochondrie und vielen Ängsten litt. Durch die Psychokinesiologie, eine Methode zur Testung der Ursachen von Ängsten, konnte er diese aufarbeiten. Diese Phase seines Lebens brachte ihn dazu, sich intensiv mit der Frage „Was ist, wenn wir sterben?“ auseinanderzusetzen und nicht durch materielle Ablenkungen ein oberflächliches Leben zu führen.

Gernot ist der Überzeugung, dass jeder Mensch bei seiner Geburt einen individuellen Lebensplan hat und es keine Zufälle gibt. Es gibt Gründe für unsere Familie und die Menschen, die uns umgeben. Oft begegnet man im Leben Widerstand und sehnt sich nach Erfüllung. Was einem jedoch dabei helfen kann, sich selbst zu reflektieren und zu fragen: „Was habe ich mir vorgenommen?“ 

Leben im Moment

Gernot riet davon ab, Dinge auf später zu verschieben und stattdessen im Moment zu leben. Durch diese Einstellung reduziert man Konflikte und vermeidet die Opferrolle, wodurch man in die Freiheit gelangt. Er betonte, dass alles, was man ausstrahlt, zu einem zurückkommt, und dass es wichtig ist, negatives Verhalten bei der Person zu lassen, von der es kommt.

Gernot erklärte, dass das Leben ein Spiegelbild unserer eigenen Handlungen und Einstellungen ist. Ohne negative Erfahrungen wüssten wir nicht, was positiv ist, und ohne Misserfolg gäbe es keine Erfolge. Die Erde sieht er als „Miteinander-Erfahrung“, bei der wir durch mentale Techniken und positive Ansätze lernen und wachsen können.

In Rollen schlüpfen

Gernot sprach auch über sein Talent, als Parodist in verschiedene Rollen zu schlüpfen. Er nutzt diese Fähigkeit, um seine eigene Energie weiterzugeben, um andere Menschen zu erfreuen und zu inspirieren. Er warnte jedoch davor, dass das Spielen von Rollen aus eigener Erfahrung heraus auch eigene Wunden stärker machen kann.

Abschließend ermutigte Gernot uns, unsere Talente zu nutzen, um positive Energie weiterzugeben und andere Menschen zu erfreuen.

Gernot Haas hat uns gezeigt, dass es im Leben darum geht, authentisch zu sein, im Moment zu leben und die eigene Energie positiv zu nutzen. Seine Worte waren inspirierend und werden uns sicherlich noch lange begleiten.