RealTalk zurück in Wien

Oh du liebes Wien – welch schöne Momente wir dort immer wieder feiern dürfen! Das war ein wahrlich grandioser Abend bei unserem 23. RealTalk in Wien! Diesmal auch in der neuen wunderschönen Location, dem Lorely-Saal. Wir haben nicht nur viele lustige Momente erlebt, sondern haben uns auch von inspirierenden Menschen begeistern lassen. Es war großartig zu sehen, wie engagiert alle dabei waren und die Gelegenheit genutzt haben, sich mit den Speakern auszutauschen und viele tolle Bilder zu machen. Danke, dass wir diesen bereichernden Abend miteinander verbringen durften. Wir können es kaum erwarten, euch alle im Dezember beim nächsten RealTalk in Wien wiederzusehen! 

RealTaker #1 – Ilja Jay Lawal

Ilja betonte, wie wichtig es ist, stets den Blick nach vorne zu richten. Der Anfang einer Reise ist nicht das Schwierige, sondern daran zu glauben, dass alles gut bleibt, während man auf dem Weg zum Ziel ist. Besonders in schwierigen Momenten ist es essenziell, weiterzumachen. 

Für Ilja und seine Partner war der Wille, Menschen zu inspirieren, entscheidender als das Wissen darüber, wie man ein Unternehmen gründet. Effektive Kommunikation spielt dabei eine zentrale Rolle. Er betonte: „Wenn du im Leben hoch zielst und nicht triffst, ist es nicht so schlimm wie wenn du tief zielst und nicht triffst.“ Risiko ist oft lohnender als Sicherheit.

Erfolg kann sowohl ein positives als auch ein negatives Ergebnis einer Handlung sein. Das Gegenteil von Erfolg ist nicht etwa Misserfolg, sondern Untätigkeit. Ilja nannte drei Hauptgründe, warum Menschen ihre Träume nicht verfolgen: Angst vor dem Scheitern, externer Druck und mangelnde Klarheit.

Um seine Ziele zu verfolgen, muss man andere Dinge ausblenden können. In der Anfangsphase ist es manchmal notwendig, egoistisch zu sein, um später selbstlos handeln zu können. Ilja zitierte ein afrikanisches Sprichwort: „Wenn du schnell gehen willst, geh alleine, wenn du weit gehen willst, geh gemeinsam.“ Bleib dran und motiviert – „When you hang around the barbershop long enough, sooner or later you will get a haircut.“

Für Ilja ist „gut genug“ niemals ausreichend, wenn es „besser“ sein kann, und „besser“ ist nicht genug, wenn es das „Beste“ sein kann. Fokus, Wille und Leidenschaft sollten in die Dinge gesteckt werden, die uns antreiben.

Auf die Frage, ob er etwas bereue, antwortete Ilja klar mit Nein. Alles, was er erlebt hat, ist Teil dessen, was ihn heute ausmacht. Wenn er daraus lernen konnte, gibt es nichts zu bereuen. Man sollte sich immer fragen, warum man etwas tut. Ist die Vision klar? Ist das Ziel machbar? Wie weit ist man davon entfernt? Hat man das richtige Team um sich?

Ilja ermutigte dazu, einfach zu starten, auch wenn es Risiken gibt. Er gab dazu noch einen wertvollen Rat, selbst wenn kein direkter Erfolg sichtbar ist: „Ich muss wissen, was ich aus dem Ergebnis für ein Learning mitnehme. Davor sollte ich mich aber intensiv mit dem Thema auseinandersetzen. Viele kleine Learnings ergeben irgendwann auch ein Erfolgsrezept.“


RealTalkerin #2 – Eveline Wild

Eveline betont die Bedeutung des Spaßes am Erfolg. Sie rät dazu, sich nicht mehr dafür zu entschuldigen, erfolgreich zu sein, nur weil Bescheidenheit als Tugend gilt. Erfolg und Freude daran gehen Hand in Hand und sollten gefeiert werden.

Eveline wuchs auf einem Bauernhof auf, was ihr Leben durch krasse Gegensätze prägte. Ohne Google oder ChatGPT musste sie selbst nach Lösungen suchen und ihre Problemlösungskompetenz durch Basteln und Feinmotorik verbessern.

Eveline erzählte von den Herausforderungen, die sie durch ihre Lehrzeit begleiteten. Ihre Mutter half ihr nicht, da „Lehrjahre keine Herrenjahre“ sind. Trotz der schwierigen Bedingungen blühte sie in der Berufsschule auf, wo sie von den Lehrern gefördert wurde.

Fleiß und Übung sind laut Eveline der Schlüssel zum Erfolg. Routinen erleichtern die Arbeit und machen sie lustiger, was schließlich zu Erfolgen führt. 

Ein Bandscheibenvorfall führte Eveline zur Persönlichkeitsentwicklung und Biographiearbeit. Dabei erkannte sie, wie wichtig es ist, sich selbst besser kennenzulernen und zu mögen. Ihre früheste Erinnerung an ein Dorffest mit 11 Monaten verdeutlichte ihr, wie prägend Bilder und Gefühle aus der Vergangenheit sind.

Eveline spricht auch über den Mut zur Selbstständigkeit und das Verlassen der Komfortzone. Ihre Initiativbewerbung beim Steirereck war ein Wendepunkt, der schließlich zu ihrer Karriere im Fernsehen führte. Sie betont, dass man alles geben sollte und den Mut haben muss, Neues zu wagen.

Abschließend teilte Eveline einige ihrer Lebensweisheiten und Zitate:

  • „Jeder hat es selbst in der Hand!“
  • „Ich bin stolz auf mich.“
  • „Ich sehe mir Fehler nach.“
  • „Ich will und ich kann.“
  • „Ich mag mich.“

Wenn man sein „Warum“ findet und es stark genug ist, gibt es keine Depression und keine komplette Verzweiflung mehr. Manchmal muss man sich auch in der Verzweiflung suhlen, bevor es weitergeht.

Eveline betont die Wichtigkeit der richtigen Haltung im Leben. Es kommt darauf an, ob man auf den Frust oder das Chaos einsteigt. Das Leben ist zu kurz, um sich mit Kleinigkeiten wie einer Socke neben dem Wäschekorb aufzuhalten. Genießt das Leben!


RealTalker #3 – Roland Düringer

In seinem unterhaltsamen Vortrag teilte Roland seine Einsichten und Gedanken über die Unterscheidung zwischen Sein und Schein sowie die Wahrnehmung der Realität. 

Roland stellte die Frage, was wirklich real ist. Er erklärte, dass, sobald wir etwas äußern, es durch den Filter unseres Gehirns läuft und somit keine objektive Realität mehr existiert. Er betonte, dass wir weder unserem eigenen Denken noch den Gedanken anderer blind vertrauen sollten: „Glaube nicht, was ich denke und glaube nichts, was du denkst über andere.“

Düringer sprach über die Inszenierung unseres Lebens und wie vieles nicht dem Zufall überlassen, sondern bewusst inszeniert ist. Er stellte die rhetorische Frage: „Wer ist gut? Wer ist böse? Worum geht’s?“ und zeigte, dass diese Konzepte in jegliche Situationen übertragen werden können.

Ein zentrales Thema war die Differenzierung zwischen Handeln und Denken. Ebenso erinnerte er daran, dass wir uns nicht an Gefühle, sondern an Momente, Objekte oder Menschen erinnern, die gewisse Verbindungen zu einer bestimmten Emotion herstellen.

Durch unser Handeln wollen wir eine Reaktion erzeugen und etwas bewirken. Wenn uns das gelingt, empfinden wir eine Emotion. Roland verdeutlichte dies mit dem Bild von Menschen, die mit einem ferngesteuerten Auto fahren, im Gegensatz zu denen, die selbst ferngesteuert sind. Er riet: „Schau, dass du derjenige mit der Fernbedienung bist.“

Ein spannender Punkt war Rolands Aussage, dass nicht das Gehirn, sondern der Körper uns steuert. Das wirft ein neues Licht auf die Frage, wie viel Zeit wir in der Inszenierung und wie viel wir in der Realität verbringen.

Roland betonte, dass es nicht darum geht, immer mehr zu erreichen, sondern zu wissen, wer man ist, wenn der Erfolg ausbleibt. Er ermutigte dazu, den Mut zu haben, zu sagen: „Da mache ich mit und da mache ich nicht mit,“ und sich darauf zu konzentrieren, was einem wirklich wichtig ist.

Zum Abschluss brachte er es auf den Punkt: Ob 1000 oder 3 Leute dein Programm sehen, liegt nicht an dir. Das Programm bleibt dasselbe und solange es dir Spaß macht und für dich richtig ist, tue es!

Rolands Vortrag war eine eindrucksvolle Erinnerung daran, bewusster und authentischer durch das Leben zu gehen, die eigenen Handlungen zu hinterfragen und sich nicht von äußeren Einflüssen steuern zu lassen.